Willkommen, willkommen…

Liebe LeserInnen,
wir freuen uns riesig, dass ihr euch auf unsere Seite verirrt habt! Hier entsteht gerade der Praktikanten-Blog von BASIS Programs Indien. Derzeit sind Lisa und Larissa verantwortlich für das zu lesende Gedankengut, aber vielleicht habt ihr als nächstes das Zepter in der Hand? Genauere Infos zum BASIS-Praktikum gibt’s auf www.basis-programs.com/
Bis bald und Danke fürs Vorbeischauen!
Lisa & Larissa

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Hierarchische Erziehung

„Es war einmal ein Frosch, der in einem tiefen Brunnen lebte. Der Frosch war jeden Tag glücklich und mit seinem Leben überaus zufrieden. Eines schönen Tages begegnete der Frosch einer großen Schildkröte aus dem Ostchinesischen Meer. „Sieh nur, wie glücklich ich bin“, sagte der Frosch zur Schildkröte. „Wenn ich spielen will, dann hüpfe und springe ich hier auf dem Brunnenrand hin und her. Ausruhen kann ich mich hier in den Nischen zwischen den Steinen. Wenn ich meine Füße mit einem Schlammbad verwöhnen will, wate ich auf dem Grund des Brunnens. Der ganze Brunnen gehört mir! Ich kann nach Herzenslust tun und machen, was ich will. Ist das nicht fantastisch? Das Leben von Insekten, Krabben und Kaulquappen ist kein Vergleich zu meinem wunderschönen Leben hier im Brunnen! Komm einfach mal mit mir in den Brunnen herab, Schildkröte! Dann kannst du selbst sehen, was für ein schönes Leben ich hier führe.“
Von ihrer Neugier getrieben, nähert sich die Meeresschildkröte behäbig dem Rand des Brunnens, um einen Blick hinein zu werfen. Weiterlesen „Hierarchische Erziehung“

Kommunikation in Indien: Von lustigen Missverständnissen

Wer hätte gedacht, dass unser Praktikum auch beinhalten würde in einem indischen Dorf auf die Suche nach einem Copy-Shop zu gehen? Kein gewöhnlicher Copy-Shop, sondern soll der Laden auch des Buchbindens mächtig sein!
Mit dem Tuk-Tuk geht es also in das “Zentrum” von Athirampuzha. Wir steigen an der vielbefahrenen Straße aus, zu deren Seiten Geschäfte dicht aneinandergedrängt ihre unterschiedlichsten Waren verkaufen, Schneider Maß nehmen, Friseure frisieren, Schlachter schlachten… Kerala eben! Jeder hat sein eigenes Geschäft und probiert seine Ware an den Mann zu bringen (viele andere Möglichkeiten außer der Landwirtschaft bleiben auch nicht übrig, da es keine nennenswerte Industrie gibt).
Die viele bunte Reklame, Unmengen an Produkten, die den Eingang der Geschäfte säumen, offene Hütten, die Einblick in das Alltagsleben der Bewohner geben, der laute Verkehr und die verschiedensten Gerüche können bei uns Europäern leicht zu einer Reizüberflutung führen.
Nachdem Larissa und ich aber nun schon knapp 2 Monate hier sind, sollte man meinen wir hätten uns daran gewöhnt. Trotzdem  fanden wir den Copy-Shop nicht zu dem uns sogar eine Wegskizze mitgegeben wurde. Weiterlesen „Kommunikation in Indien: Von lustigen Missverständnissen“

What’s in my backpack – Packliste für PraktikantInnen

Dieser Blogeintrag richtet sich besonders an unsere zukünftigen Nachfolger. Für alle, die kurz davor sind ins Abenteuer Indien zu starten, haben wir hier zusammengetragen was wir beide in unseren Rucksäcken haben:

Dokumente/ Essentielles:

– Reisepass (Einreisevisum)
– Flugticket
– Impfausweis
– Adresse und Telefonnummer vom BASIS
– Auslandskrankenversicherung
– Kredit-/ EC-Karte
– evtl. Bargeld zum Wechseln
– Handy (+Aufladekabel)

Kleidung (schulter-und kniebedeckt):

– Unterwäsche
– 1 Paar Socken
– Badesachen
– leichte Hosen Weiterlesen „What’s in my backpack – Packliste für PraktikantInnen“

Vom Vermissen und Vermissen werden

Wenn wir ehrlich sind gehört es doch zu jedem Aufenthalt außerhalb unserer gewohnten Umgebung dazu: Wir vermissen ab und an ein kleines Stückchen Heimat: Sei es unser eigenes Bett, ein Stück Brot zum Frühstück oder der Lieblingssessel im Wohnzimmer, der nicht mit auf Reisen genommen werden kann. Als es eines Abends in Bangalore kurz Stromausfall gab (den wir übrigens nicht vermissen werden), kamen Lisa und ich auf die Dinge, die wir von zu Hause vermissen und besonders auf alles, was wir aus Indien vermissen werden, zu sprechen. Wir waren selbst überrascht, was bei Letzterem alles zusammen kam:

Was wir vermissen werden

– Natürlich den Anblick der herrlichen, bunten Kleider überall. Es ist wirklich eine Freude (und eine echte Beschäftigung) die Frauen auf der Straße zu betrachten mit ihren wunderwunderwunderschönen Saris, Salwar Kamiz, und wie man es sonst noch nennen mag, in allen erdenklichen Mustern und Farben. (Wir packen in unsere Rucksäcke, was geht, auch wenn es an uns nur halb so schön aussieht)

– Das mega-leckere Obst: Frisch schmeckt halt am besten und aus dem eigenen Garten natürlich noch besser. Und am Straßenrand mal eben für einen Smoothie anhalten können, der direkt vor unseren Augen aus den Früchten unserer Wahl frisch zubereitet wird, wird uns fehlen.

– Spontane Ausflüge mit Mathew, z.B. um mal raus zu kommen und die ehemalige Klassenkameradin, die eine neue Filiale ihrer Bäckerei/Konditorei eröffnet hat zu unterstützen. Danke Mathew, es ist uns jederzeit eine Freude deine Begleitung zu sein! 🙂 Weiterlesen „Vom Vermissen und Vermissen werden“

Hello Bangalore!

Völlig überraschend und spontan heißt es am Samstag, wir fahren nach Bangalore. Am Dienstag.

Mit dem Sleeper-Bus ging es dann über Nacht hinein in die drittgrößte Stadt Indiens mit über 8 Millionen Einwohnern. Und das mal wieder komplett problemlos.
Entgegen aller Erwartungen kam der Bus pünktlich, trotz klimatisiertem Bus mussten wir nicht bei Minusgraden erfrieren, die Matratzen waren gemütlicher als die im BASIS und es gab eine Pinkelpause mit einer zumutbaren Toilette!
Beim Aussteigen aus dem Bus wird man von einem Haufen Rikscha-Fahrern abgefangen, die einem natürlich alle zum besten Preis überall hinfahren. Nachdem wir uns mit einem älteren Herren über den Preis geeinigt hatten und unser Gepäck verstaut hatten: Ein Backpack im „Kofferraum“, den anderen auf dem Schoß und alle restlichen Taschen und Gepäckstücke irgendwie zwischen die Beine geklemmt, kamen wir  bei Theresa an. Weiterlesen „Hello Bangalore!“

Joel’s Praktikumsbericht

Joel’s Erlebnisse während des Praktikums  sind hier in seinem Praktikumsbericht zu lesen 🙂

Meine ersten zwei Wochen als Praktikant im Basis-Projekt sind um. Ich habe viele Erfahrungen bis jetzt gesammelt und hoffe auf weitere. In diesem Bericht nenne ich meine Arbeiten, die ich erledigt habe und die sonstigen Aktivitäten, die ich ausgeübt habe.
Nachdem ich die Zeitverschiebung überstanden hatte, ging es an meinem zweiten Tag Sreekandamangalam mit dem Einarbeiten los. Ich half in der Küche, verteilte Medizin an die Ayurveda-Gäste und servierte das Essen.
In der Küche helfen bedeutet, man trocknet Geschirr ab, hilft beim Kochen und deckt den Tisch. Diese Arbeit habe ich an jedem Arbeitstag ausgeübt. Ich fand es sehr interessant Leelamma (die Hauptköchin im Projekt) beim traditionellen indischen kochen zu zuschauen und ihr auch zu helfen. Was mich ebenfalls beeindruckte war, dass Leelamma kein Englisch und kein Deutsch konnte, mir aber trotzdem einige Sachen erklärte, wie ich zum Beispiel eine Melone viel schneller schneiden kann. An einem Vormittag strich ich einen Teil des Geländers im Gewächshaus. Auch bei dieser Arbeit konnte der Arbeiter keine Sprache die ich verstand, aber die Arbeit klappte auch hier einwandfrei. In der ersten Woche war ich bei einer Besichtigung des Tempels in Ettumanoor (nächste Kleinstadt, 5km entfernt vom Basis-Projekt) dabei und bekam einen Einblick in dieses hinduistische Gotteshaus, durch eine kleine Führung von Mathew.  Weiterlesen „Joel’s Praktikumsbericht“